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Leserbrief: Eindrücke von der Gemeinderatssitzung am 21.07.09 |
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Geschrieben von: Monika Botta
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Montag, 27. Juli 2009 um 23:23 |
Im Vergleich zu der Verabschiedung der ausscheidenden Stadträte und -rätinnen, die feierlich mit vielen Lobesreden, Geschenken, Blasmusik und Applaus begangen wurde, nahm sich die Einführung derjenigen, die neu in den Gemeinderat einziehen, seltsam sang- und klanglos aus: Sie unterschrieben wie die im Rat Verbleibenden ein Formular, bekamen einen Händedruck und einige Informationen vom OB, und das war's – keine offizielle Vorstellung und Begrüßung, kein Willkommen (außer in Nebensätzen in ein, zwei Reden vorher), keine Glückwünsche. Ob dieser befremdliche Mangel an Begrüßungskultur in Rheinstetten üblich ist oder darauf zurückzuführen, dass die Neugewählten einem anderen politischen Lager angehören als der „alte“ Gemeinderat, sei dahingestellt; Lust auf politische Beteiligung macht dieses Vorgehen jedenfalls nicht.
Erschreckend fand ich den Satz von OB Schrempp, der Erfolg eines Stadtrats bemesse sich – leider – hauptsächlich an den von ihm (mit)verantworteten Bauwerken; dies wurde in den Reden eindrucksvoll bestätigt und erklärt für mich endlich, warum so viel gebaut wird. Dieses Denken (Bauwerk = Erfolg) mag in früheren Jahrhunderten angemessen gewesen sein; heute, angesichts von Flächenfraß, Artensterben und Klimawandel, ist es nicht nur überholt, sondern schlicht unverantwortlich. Hoffen wir, dass der neue Gemeinderat neue, zeitgemäße Erfolgskriterien entwickeln wird.
Monika Botta, Rheinstetten
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